Frische Fische im Luisenpark

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Ich glaube, das ist DAS klassische Fischfoto aus dem Mannheimer Luisenpark. Fährt man mit einem der gelben Boote, bekommt man dieses Motiv zwangsläufig zu sehen. Dieser hier war nett zu mir und sehr fotogen an diesem vorgestrigen, letzten Urlaubstag.

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Im Garten

 

Wir sind Neu-Gärtner. Seit ein paar Tagen haben Vogelgezwitscher und Rasenmäher die Geräusche der Straße abgelöst. Den Sohn sieht man den ganzen Tag nicht, man hört ihn nur beim Spielen mit dem neuen Kumpel. Ich bin umgeben von Grün, den Blick nach draußen gerichtet auf Bäume und Wiesen, statt auf das Dach des Einkaufszentrums und die ständig ein- und ausparkenden Autos auf der Straße.

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Der Garten wurde bereits vollständig von den Kindern geentert und ich versuche herauszufinden, was hier alles wächst. Was ist Unkraut, was gewollt? Manchmal gar nicht so einfach …

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Und der Mann? Der kann seinem Hobby nachgehen. Am liebsten jeden Tag.
So, das wars dann schon wieder. Ich häng dann mal ab. Im Garten :)

Unterwegs auf dem Naheradweg – Von Bad Sobernheim nach Bad Münster

Sonntag ist Familientag …

… und was liegt näher, als an einem der ersten richtig schönen Sonntage im Jahr bei viel Sonnenschein und Wärme draußen etwas zu unternehmen? Vielleicht eine Radtour? Haben wir uns so gedacht und auch so gemacht. Die Radwege sind hier gut ausgebaut, der bekannteste ist wohl der Naheradweg.

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Der Naheradweg

Entlang der Nahe erstreckt er sich über etwa 125 Kilometer von der Quelle am Bostalsee bis nach Bingen, wo die Nahe in den Rhein mündet. Der Weg führt die meiste Zeit direkt am Fluss entlang durch zauberhafte Landschaften und zählt zu den schönsten Flussradwegen Deutschlands. Zurecht, wie wir gestern selbst auf unserer kleinen, 20 Kilometer langen Etappe festgestellt haben!

Streckenführung

Abschnitt 1: Von der Quelle bis nach Idar-Oberstein (ca. 49 km)
Nahequelle bei Selbach – Nohfelden – Birkenfeld – Idar-Oberstein

Abschnitt 2: Von Idar-Oberstein nach Bad Sobernheim (ca. 36 km)
Idar-Oberstein – Kirn – Bad Sobernheim

Abschnitt 3: Von Bad Sobernheim bis nach Bingen am Rhein (ca. 43 km)
Bad Sobernheim – Bad Münster am Stein – Bad Kreuznach – Bingen am Rhein

Einmal nach Bad Münster …

Für unseren Sonntagsausflug haben wir uns die Etappe von Bad Sobernheim nach Bad Münster ausgesucht. Meistens war die Strecke eben, einmal ziemlich steil, aber für alle noch schaffbar und einmal so steil, dass wir alle absteigen und schieben mussten. Trotzdem kamen wir nach etwa 2 Stunden und 20 Kilometern relativ entspannt in Bad Münster an. Dort gab es eine Eis- und Spielplatzpause an der Nahe, bevor es mit dem Zug wieder zurück nach Bad Sobernheim ging.

… und zurück. Was kostet denn nun ein Zugticket fürs Fahrrad?

Wir wollten uns im Vorfeld erkundigen, was die Fahrkarten für die Fahrräder kosten. Der Vlexx-Fahrkartenautomat verkauft nur deutschlandweite Tagestickets für 5 Euro (pro Rad), was uns bei einer Strecke von 20 Minuten für 4 Stationen etwas teuer erschien, deshalb wollten wir bei der Service-Hotline nachfragen. Dort wusste man es selbst nicht und empfahl uns eben jene Tickets, wenn der Automat das denn so vorgäbe. Ich wollte mich damit aber nicht zufrieden geben und habe dann nochmal die Internetseite durchforstet. Fahrradpreise erscheinen in keiner Preisliste, aber bei den Tarifbestimmungen wird man endlich fündig. Angeblich kostenlos. Also 2 verschiedene Auskünfte vom selben Unternehmen und eine ahnungslose Mitarbeiterin an der Service-Hotline. Was macht man da? Wir haben es ganz verwegen drauf ankommen lassen und haben nur Tickets für uns gekauft. (Ja, ich kam mir dabei richtig kriminell vor!) Der Schaffner sollte es wissen und uns gegebenenfalls nachlösen lassen (oder ruft der dann gleich die Polizei?!). Die Lösung hatte dann aber ein Zugreisender parat, der selbst mit dem Rad unterwegs war und uns aufklären konnte. Wir haben alles richtig gemacht, Fahrräder sind meistens (außer im Berufsverkehr) kostenlos.
Somit war es eine tolle Gelegenheit, nach Hause zu kommen und die Jungs haben sich über die Zugfahrt gefreut. Und wir sind nicht im Gefängnis gelandet.

Fazit

Machen wir wieder! Vielleicht mal in die andere Richtung nach Kirn, vielleicht wieder nach Bad Münster. Auf jeden Fall aber macht der gut ausgebaute und gut ausgeschilderte Naheradweg viel Spaß. Man trifft viele andere nette Radfahrer und Spaziergänger und kommt schnell ins Gespräch. Und die Natur ist dort einfach fabelhaft.

Ausflugstipp: Ruppertsklamm in Lahnstein

Der heutige Ausflug führte uns nach Lahnstein in die Ruppertsklamm. Ein Wandertipp, den mein Mann einem Buchfund aus dem hiesigen Bücherei-Flohmarkt entnommen hat. Der Parkplatz befindet sich in einer Haltebucht an der Straße, von der man aber nichts mehr hört, sobald man die Klamm betreten hat. Und dann ist man auch schon in einer anderen Welt.

Die Wege sind einmalig. Während der 1,5 km langen Strecke überwindet man 235 Höhenmeter, schlängelt sich durch Schluchten, überquert Brücken und Stege. Der Aufstieg ist zum Teil mit dicken Seilen gesichtert, an denen man sich entlanghangeln muss. Ein Kletter-Paradies für Kinder und sogar der Teenager zeigte sich heute beeindruckt.

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Ausflugstipp: Geierlay-Hängebrücke in Mörsfeld

Eine neue Attraktion hat eröffnet
Entlang des Saar-Hunsrück-Steigs und über dem Mörsdorfer Bachtal erstreckt sich mit 360 Metern Länge die längste Hängeseilbrücke Deutschlands.
Zum Eröffnungswochenende am 3. und 4. Oktober haben wir es leider nicht geschafft, in Anbetracht der heutigen Parkplatzsituation (keine Ferien, unter der Woche) waren wir dann aber froh, “nur” an einem normalen Tag wie heute gekommen zu sein.

Die Parkplatzsituation ist angespannt, die Nerven der Anwohner anscheinend auch
Es war kaum möglich, einen Parkplatz zu bekommen und wir waren kurz davor, uns ein anderes Ausflugsziel in der Nähe zu suchen oder sogar wieder abzureisen. Es gibt einen großen, restlos überfüllten Parkplatz am Besucherzentrum, der restliche Ort scheint sich mit Händen und Füßen gegen die anrollenden Blechlawinen wehren zu wollen: überall Parkverbotsschilder, Absperrseile, Warnschilder, Abschlepp-Hinweise. Nach langer Suche hatten wir Glück und haben einen der begehrten Parkplätze am Besucherzentrum ergattern können.
Von dort ist auch eine Abfahrt ausgeschildert, damit sich der Verkehr an dem schmalen Zufahrtsweg zum Parkplatz nicht staut. Die Anwohner scheinen auf diesen ganzen Besucheransturm allerdings gar keine Lust zu haben. Der Abfahrtsweg wurde blockiert, sodass wir durch die Einfahrt zurück mussten, was wiederum für einen großen Rückstau gesorgt hat.

Parkplatzgebühren überschaubar, kostenlose Toiletten im Besucherzentrum
Der Preis für den Parkplatz war dann allerdings erfreulich: 2,00 € für den ganzen Tag. Wir hätten auch viel mehr ausgegeben, wenn wir dort keinen Parkplatz bekommen hätten, allerdings gibt es keine weiteren Möglichkeiten zum Parken, oder wir haben diese schlicht und einfach nicht gefunden. Im Besucherzentrum stehen kostenlose Toiletten zur Verfügung, außerdem sind eine kleine Gaststätte und ein Imbiss angeschlossen.
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Der Weg, den wir gewählt haben – wir sind einfach den Leuten hinterhergelaufen – führt über Feldwege und ist sehr gut ausgeschildert. Nach etwa 2 km waren wir am Ziel.
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Dort hat sich uns ein fantastischer Ausblick geboten. Von der Mörsdorfer Seite sind wir über die Brücke nach Sosberg gelaufen und wieder zurück. Ich habe auf die Uhr geschaut, für eine Strecke haben wir etwa 10 Minuten gebraucht! Mit gelegentlichem Stehenbleiben zum Landschaft genießen und Fotografieren versteht sich.


Für den Rückweg hat sich der Sohn eine andere Route gewünscht und da die Strecke von der Brücke zurück zum Besucherzentrum etwa genauso weit war, war dies auch völlig in Ordnung. Wie sich herausgestellt hat, war das die weitaus schönere Tour. Wir liefen ein Teil des Saar-Hunsrück-Steiges mitten durch den Wald und waren so auch nicht so sehr dem eisigen Wind an diesem Tag ausgesetzt.

Fazit: Sehenswert aber noch nicht zu Ende gedacht.
Wir hätten uns noch ein paar Sitzgelegenheiten auf der Strecke gewünscht und die Anlaufpunkte an beiden Seiten der Brücke schreien geradezu nach einem Imbiss. Die Leute halten sich dort recht lang auf. (Am Felsenmeer gibt es zum Beispiel solch ein Imbiss-Häuschen und der Ansturm darauf ist enorm.) Postkarten gab es im Besucherzentrum leider auch nicht, allerdings muss man der Attraktion zugute halten, dass es sie erst seit knappen 2 Wochen gibt. Vielleicht kommen wir nächstes Jahr nochmal wieder und schauen, wie es sich dort entwickelt hat.

38 Grad

Der Ventilator macht Überstunden, die Tochter ist aus ihrem Dachzimmer aus- und eine Etage tiefer ins Gästezimmer eingezogen und der Sohn trinkt seine Getränke nur noch mit Eiswürfeln.

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Der Kopf sagt: “YEAH! Sommer! Raus! Mach was! Irgendwas, aber geh raus!” Der Kreislauf antwortet: “Verarscht! Kannst wieder nach Hause gehen! Sonst bestraf’ ich dich mit 3 Tagen Kopfweh!” (Und 3 Tage Kopfweh bei dem Wetter machen echt miese Laune.)

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Es ist einfach zu warm, um rauszugehen. Spaziergänge? Nur Vormittags, oder abends und auch nur im Schatten. Heute waren wir im Wald, aber selbst da war es mit 32 Grad schon zu warm!

38 Grad im Schatten hält man momentan einfach nur in der abgedunkelten Wohnung aus. Oder im Freibad. Unter dem Sonnensegel im Babyplanschbecken.

Und sonst so heute? Möglicher Hitzerekord? Waaas?

Mohnblumenliebe und wie abenteuerlich Fotografieren bei uns derzeit abläuft

Fotografie – Eine meiner großen Leidenschaften, die momentan mit kleinem Kind leider etwas zu kurz kommt. Ausgedehnte Fototouren zu ausgefallenen Tageszeiten an ausgefallenen Orten, Foto-Workshops, Fotoclub … alles Zukunftsmusik.

Also nutze ich die kleinen Gelegenheiten, die sich bieten. Meistens Spaziergänge.

Mein Mann und mein Hobby … Wie soll ich das erklären …

Er freut sich, dass es mir Spaß macht und unterstützt mich, wo er kann. Aber dauernd stehenbleiben und auf mich warten … das ist nicht so seins. Kann ich nachvollziehen, würde mich auch nicht vom Hocker reißen. Deshalb haben wir eine stillschweigende Vereinbarung getroffen. Er läuft mit dem Kinderwagen weiter, während ich fotografiere. Wenn ich fertig bin, laufe ich hinterher, um ihn einzuholen. Das artet manchmal ganz schön in Jogging aus, aber schaden kann’s ja nicht :)

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Der Mini-Sohn hasst Autofahren. Hab ich das schon erwähnt? Wird noch spannend, wenn wir in den Urlaub fahren, aber das ist eine andere Geschichte.

Gestern hatte ich einen Spezialwunsch. Weil ich Mohnblumen mag und weil die Stelle, an der ich sie gesehen hatte, für einen Spaziergang zu weit weg war. Und weil ich einfach mal wieder ein paar schöne Fotos mit der großen Kamera machen wollte.


Ich: “Ich hab Mohnblumen gesehen, können wir da mal ranfahren, damit ich ein paar Fotos machen kann?”

Er: “Klar.”

Wir fahren also hin. Ein Feldweg. Und dann geht’s los: Ich springe aus dem Auto, renne zum Feld (ich bin ja joggingmäßig gut trainiert), knipse hier, knipse da, laufe schnell wieder zum Auto, springe rein: “Ok, fertig, kannst weiter.” Mann und Sohn sind entspannt.

100 Meter weiter: “Schaaaatz! Anhalten, da muss ich unbedingt nochmal raus! Wie schön, wie schön!”

Er hält an. Ich renne wieder raus, fotografiere, renne zurück zum Auto. Der Mann ist entspannt, der Sohn nicht mehr. Weint. Strampelt sich aus dem Gurt heraus. Schreit. Schimpft. Mistmist, weil ich unbedingt nochmal aussteigen musste! Dann geht alles ganz schnell. Der Mann und ich arbeiten da profimäßig zusammen. Kamera zur Seite legen, Sohn im Kindersitz richten. Dem Mann Anweisungen geben:

“Mach! Anne! Kaffeekanne! an! SCHNELL! Und laut! Und losfahren! Jetzt! Gib Gas!!!”

Die Musik plätschert vor sich hin, das Auto schaukelt gemütlich über den Acker. Es hilft. Der Sohn hat sich beruhigt.

Und während die Katze ganz allein tanzt, kann ich mir schonmal meine Schnappschüsse angucken.

Feiertagsbarfuß und urlaubsgefühlt

Eigentlich waren wir ja gestern mit Freunden verabredet. Wir wollten zusammen auf den Bad Sobernheimer Barfußpfad gehen, denn gestern war hier Saisonstart. Wegen der miserablen Wetteraussichten haben wir das Treffen jedoch kurzfristig abgesagt.

Der Wetterbericht lag allerdings schon die ganze Woche falsch. So hatten wir auch gestern Glück und es war “nur” sehr stark bewölkt. Deshalb sind wir ohne Besuch losgezogen.

Mein “Outfit of the Day” bestand aus Flip Flops, kurzer Hose, Strickjacke und Steppweste. Perfekt!

Der Mann fand mich so tourimäßig mit meinem ganzen Geknipse. Mir war’s herrlich egal, ich spiel gern den Urlauber, dabei bewahrt man sich den Blick für das Schöne und das Außergewöhnliche. Das wird nämlich leider viel zu schnell Normalität und man vergisst, wo man eigentlich wohnt: dort, wo andere Urlaub machen.

Es sieht ein bisschen ungemütlich aus auf den Fotos (und die sind auch noch mit dem Handy geknipst – die Kamera ist zu Hause geblieben, da ich schon den Mini-Sohn auf dem Rücken hatte), aber es war herrlich, so barfuß da draußen. Und warm eingepackt kein bisschen schlimm.

Das beste kam nach dem Spaziergang:  Die Chefin des Nahegartens lud uns zur Feier des Tages auf ein Glas Sekt ein. Was für ein toller Tag! Und ganz ohne Sonne :)

Ein Motiv, zwei Bilder und was das mit dem Leben zu tun hat

Hach. Isses nicht schön im Frühling? Der Mann findet das auch und hat vor 2 Tagen auf dem Spaziergang ein Foto für mich gemacht.

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Heute haben wir Regenwetter. Bewaffnet mit Regenschirmen sind wir trotzdem rausgegangen. Als wir an der Brücke ankamen, bat ich den Mann, nochmal ein Foto von der gleichen Stelle für mich zu machen. Richtig miesepetrig sieht das Bild heute aus:

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Und was haben die Bilder jetzt mit dem Leben zu tun? Ganz einfach. Genau wie das Wetter mal gut und mal schlecht ist, haben wir auch mal gute und mal schlechte Laune. Und so kann man die Bilder einfach auf die Gemütslage übertragen.

Das Augenscheinliche

Wenn das Wetter schön ist

  • erstrahlt alles in einem guten Licht
  • kommen einem auch unschöne Ecken nicht so schlimm vor
  • ist alles bunt, hell und klar

Wenn das Wetter schlecht ist

  • ist alles grau und trist
  • leuchtet nichts in bunten Farben
  • sehen unschöne Dinge noch unschöner aus


Was dahinter steckt

Jetzt kommt das große Aber: auf beiden Bildern (man sieht es nicht, aber es war so) zwitscherten fröhlich und laut die Vögel und die Luft roch frisch und blütengetränkt nach Frühling. Die Blüten auf dem Schlechtwetterbild sind genauso rosa, wie auf dem Schönwetterbild. Sie erscheinen nur nicht so. Außerdem gibt es auf dem Schlechwetterbild neue, schöne Details, die auf dem anderen Bild nicht vorhanden sind.


Und was wir daraus machen sollten

Wenn einem also mal wieder alles blöd erscheint, einfach daran denken, dass unter den grauen Wolken der Himmel immer blau ist und die Dinge einem nur trüber erscheinen, weil sie in dem schlechten Licht nicht besonders gut wegkommen. Und wenn man die Augen offenhält, sieht man Dinge, die einem vielleicht auch bei Schlechtwetter ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

P.S.: Als wir zu Hause waren, kam die Sonne schon wieder raus :)