Märchenhafter Soonwald und Erinnerungen an einen Sommer

Ein Spaziergang im Soonwald ist immer wieder eine feine Sache. Also habe ich die Kamera eingepackt und wir sind los. Der Sohn hat uns heute wieder ermahnt, leise zu sein, damit er die Tiere hören kann und ist ganz bedächtig den Weg entlang gegangen.

Und er hat recht, der kleine Mann. Man kann eine ganze Menge hören, in so einem Wald. Das Rauschen der Blätter, Vogelgezwitscher, knackende Zweige (huh, gruselig!), Frösche, die quaken, zirpende Grillen und noch vieles mehr.

Als Kind habe ich es geliebt, mich im Sommer auf die Wiese zu legen und die Augen zu schließen. Dann gab es nur noch die Luft, die so toll nach Gras, Blumen, dem Seewasser und dem Mittagessen, das meine Eltern gekocht haben, gerochen hat und diese wunderbaren Gartengeräusche: der ratternde Rasensprenger, das Blätterrauschen, die badenden Kinder im See, lärmende Frösche, ein entfernt laufender Rasenmäher und das Murmeln der Nachbarn. Ich bin davon immer so herrlich schläfrig geworden und mag es  auch heute noch, wenn jemand den Rasen mäht (was mein Mann gar nicht verstehen kann).

Daran musste ich denken, als mein Sohn den Zeigefinger auf die Lippen legte und geheimnisvoll in den Wald schaute.