Mohnblumenliebe und wie abenteuerlich Fotografieren bei uns derzeit abläuft

Fotografie – Eine meiner großen Leidenschaften, die momentan mit kleinem Kind leider etwas zu kurz kommt. Ausgedehnte Fototouren zu ausgefallenen Tageszeiten an ausgefallenen Orten, Foto-Workshops, Fotoclub … alles Zukunftsmusik.

Also nutze ich die kleinen Gelegenheiten, die sich bieten. Meistens Spaziergänge.

Mein Mann und mein Hobby … Wie soll ich das erklären …

Er freut sich, dass es mir Spaß macht und unterstützt mich, wo er kann. Aber dauernd stehenbleiben und auf mich warten … das ist nicht so seins. Kann ich nachvollziehen, würde mich auch nicht vom Hocker reißen. Deshalb haben wir eine stillschweigende Vereinbarung getroffen. Er läuft mit dem Kinderwagen weiter, während ich fotografiere. Wenn ich fertig bin, laufe ich hinterher, um ihn einzuholen. Das artet manchmal ganz schön in Jogging aus, aber schaden kann’s ja nicht :)

IMG_6517-0.JPG

Der Mini-Sohn hasst Autofahren. Hab ich das schon erwähnt? Wird noch spannend, wenn wir in den Urlaub fahren, aber das ist eine andere Geschichte.

Gestern hatte ich einen Spezialwunsch. Weil ich Mohnblumen mag und weil die Stelle, an der ich sie gesehen hatte, für einen Spaziergang zu weit weg war. Und weil ich einfach mal wieder ein paar schöne Fotos mit der großen Kamera machen wollte.


Ich: “Ich hab Mohnblumen gesehen, können wir da mal ranfahren, damit ich ein paar Fotos machen kann?”

Er: “Klar.”

Wir fahren also hin. Ein Feldweg. Und dann geht’s los: Ich springe aus dem Auto, renne zum Feld (ich bin ja joggingmäßig gut trainiert), knipse hier, knipse da, laufe schnell wieder zum Auto, springe rein: “Ok, fertig, kannst weiter.” Mann und Sohn sind entspannt.

100 Meter weiter: “Schaaaatz! Anhalten, da muss ich unbedingt nochmal raus! Wie schön, wie schön!”

Er hält an. Ich renne wieder raus, fotografiere, renne zurück zum Auto. Der Mann ist entspannt, der Sohn nicht mehr. Weint. Strampelt sich aus dem Gurt heraus. Schreit. Schimpft. Mistmist, weil ich unbedingt nochmal aussteigen musste! Dann geht alles ganz schnell. Der Mann und ich arbeiten da profimäßig zusammen. Kamera zur Seite legen, Sohn im Kindersitz richten. Dem Mann Anweisungen geben:

“Mach! Anne! Kaffeekanne! an! SCHNELL! Und laut! Und losfahren! Jetzt! Gib Gas!!!”

Die Musik plätschert vor sich hin, das Auto schaukelt gemütlich über den Acker. Es hilft. Der Sohn hat sich beruhigt.

Und während die Katze ganz allein tanzt, kann ich mir schonmal meine Schnappschüsse angucken.

2 Kommentare zu “Mohnblumenliebe und wie abenteuerlich Fotografieren bei uns derzeit abläuft

  1. Wunderbare Fotos!
    … und bei der Beschreibung muß ich schmunzeln! Kommt mir ziemich bekannt vor!
    Ich MUSS auch immer an allen unmöglichen Stellen halten, weil’s da schöne Motive zum Fotografieren gibt! 😉
    Auch die CD “Anne Kaffeekanne” kenne ich gut… “damals” hatten wir noch die Musikkassette davon! Ist aber schon ein paar Tage her!
    Liebe Grüße, Heike

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>