Ein Motiv, zwei Bilder und was das mit dem Leben zu tun hat

Hach. Isses nicht schön im Frühling? Der Mann findet das auch und hat vor 2 Tagen auf dem Spaziergang ein Foto für mich gemacht.

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Heute haben wir Regenwetter. Bewaffnet mit Regenschirmen sind wir trotzdem rausgegangen. Als wir an der Brücke ankamen, bat ich den Mann, nochmal ein Foto von der gleichen Stelle für mich zu machen. Richtig miesepetrig sieht das Bild heute aus:

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Und was haben die Bilder jetzt mit dem Leben zu tun? Ganz einfach. Genau wie das Wetter mal gut und mal schlecht ist, haben wir auch mal gute und mal schlechte Laune. Und so kann man die Bilder einfach auf die Gemütslage übertragen.

Das Augenscheinliche

Wenn das Wetter schön ist

  • erstrahlt alles in einem guten Licht
  • kommen einem auch unschöne Ecken nicht so schlimm vor
  • ist alles bunt, hell und klar

Wenn das Wetter schlecht ist

  • ist alles grau und trist
  • leuchtet nichts in bunten Farben
  • sehen unschöne Dinge noch unschöner aus


Was dahinter steckt

Jetzt kommt das große Aber: auf beiden Bildern (man sieht es nicht, aber es war so) zwitscherten fröhlich und laut die Vögel und die Luft roch frisch und blütengetränkt nach Frühling. Die Blüten auf dem Schlechtwetterbild sind genauso rosa, wie auf dem Schönwetterbild. Sie erscheinen nur nicht so. Außerdem gibt es auf dem Schlechwetterbild neue, schöne Details, die auf dem anderen Bild nicht vorhanden sind.


Und was wir daraus machen sollten

Wenn einem also mal wieder alles blöd erscheint, einfach daran denken, dass unter den grauen Wolken der Himmel immer blau ist und die Dinge einem nur trüber erscheinen, weil sie in dem schlechten Licht nicht besonders gut wegkommen. Und wenn man die Augen offenhält, sieht man Dinge, die einem vielleicht auch bei Schlechtwetter ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

P.S.: Als wir zu Hause waren, kam die Sonne schon wieder raus :)

DIY-Geschenkpapier | Ein Quicktipp für Verpeilte wie mich

Ich bin immer furchtbar schlecht vorbereitet, wenn es ums Geschenke verpacken geht. Außer an Weihnachten. Denn ich habe irgendwie immer nur Weihnachts-Geschenkpapier zu Hause. In allen anderen Monaten um den Dezember herum sieht es ein bisschen blöd aus, wenn man Geschenke mit Schneemännern und Lebkuchenmännchen verschenkt. Und wenn man dann auch noch auf den letzten Drücker an einem Sonntag sein Geschenk verpacken will, dann muss man sich was einfallen lassen. In meiner letzten Sonntagslektüre berichtete ich ja schon von der wunderbaren Idee mit den Murmeln und der Farbe. Aber auf die Schnelle habe ich keinen passenden Kartondeckel gefunden, um das Blatt zu dekorieren.

Also habe ich mir meine Stempel, Stempelfarbe, Packpapier und eine Schere geschnappt und das Papier bestempelt. Dazu gibt’s keine Anleitung, man kann sich einfach an dem Papier austoben.

Zum Geschenk gab’s also ein persönliches Geschenkpapier dazu und der Beschenkten hat’s gefallen :)

Projekt 52 | Woche 16 | Sinnlos

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Was ist sinnlos?

Irgendetwas tun, ohne daraus einen effektiven Nutzen ziehen zu können vielleicht.

Oder wenn mein Sohn mich fragt, ob er das dritte Eis essen darf, obwohl er weiß, dass er es nicht bekommt?

Oder wenn ich meine Tochter bitte, mit dem Hund rauszugehen in der Hoffnung, dass sie vor Freude jubelt?

Es gibt schon viele Sinnlosigkeiten im Leben, aber die Schönsten sind doch die, bei denen man mal die Seele baumeln und Fünfe gerade sein lassen kann. Wenn man Geld ausgibt für Sachen, die man eigentlich gar nicht braucht. Wenn man einfach nur beisammen sitzt und es sich gut gehen lässt und sieht, dass es allen Freude macht.

Eins gemeinsam haben jedoch alle vermeintlichen Sinnlosigkeiten: Erkenntnis, Gewissheit oder einfach nur das gute Gefühl, einmal nichts Sinnvolles gemacht zu haben :)

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Hier geht’s zu den Beiträgen der anderen Teilnehmer.

Hier sind alle Infos zum Projekt.

Sonntagslektüre | KW 16

Einen entspannten Sonntag wünsche ich Euch. Diese Woche habe ich folgende Artikel für Euch gesammelt:

Knigge für Kinder
Erziehung ist zwecklos – die Kinder machen den Eltern sowieso alles nach.“ (Karl Valentin)
Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich die Erziehungsmethoden in den verschiedenen Ländern sind. Die strenge Erziehung in China zum Beispiel ist spätestens seit der Debatte um Amy Chua bekannt. Und die französischen Kinder sollen sich besonders gut zu benehmen wissen. Was wir alle gemeinsam haben: Wir wollen aus unseren Kindern gute Menschen machen. Und dazu gehört auch ein gesundes Maß an gutem Benehmen.

DIY
Geschenkpapier selber machen
Wer Kinder hat, hat garantiert auch Farben und ein paar Murmeln im Haus rumfliegen. Damit lässt sich hervorragend Geschenkpapier designen, wenn man, wie ich, wieder mal nur Weihnachts-Geschenkpapier im Schrank liegen hat.

Lichtverschmutzung am Sternenhimmel
Wenn man fernab der Großstadt in einer klaren Nacht in den Himmel sieht, hat man das Gefühl, von den Sternen förmlich erschlagen zu werden. In der Stadt dagegen vergisst man oft, dass sie überhaupt existieren.

Rettet die Schreibschrift
Ein Ärgernis, seitdem meine Tochter in die Schule kam. Druckbuchstaben. Und dann noch nicht einmal mit einem Füller geschrieben, sondern mit Bleistift oder Inky. Was ist nur aus der schönen Schrift geworden?

Patentansprüche
Einem amerikanischen Unternehmen wurde das Patent fürs Podcasten zugesprochen, was dazu führte, dass sie von Podcastern Lizenzgebühren eintreiben wollten. Das bringt mich auf eine Idee. Ich melde ein Patent fürs Autofahren an und kassiere Fahrschulen und Autofahrer ab. (Blöd für Fahrschullehrer, weil sie doppelt zahlen müssen, aber so what!) Woohoo! Oder wie wäre es mit einem Patent fürs Briefe schreiben. Dann kommen auf die Portokosten noch Lizenzgebühren drauf und die gehen … tadaaa … an mich. Ich sprühe förmlich vor Ideen! Ein Patent fürs Tragen von Kleidung und die ganze Bekleidungsindustrie muss an mich abdrücken! Ich werde reich!

FILMTIPP
Teuflisch
Mein Mann behauptet immer, ich hätte Kinderhumor, weil ich mich kaputtlache, wenn jemand ungeschickt ist, hinfällt, in eine peinliche Situation gerät oder sich verspricht. Vielleicht hab ich bei diesem Film deshalb so laut gelacht, dass der Sohn wach geworden ist :)
Elliot (Brandon Frasier), unglücklich verliebter Versager-Typ, erhält vom Teufel (Liz Hurley) 7 Wünsche und verkauft dafür seine Seele. Sein Wunsch ist es eigentlich nur, unglaublich reich, angesehen und mit seiner Angebeteten zusammen zu sein. Seine Wünsche werden erfüllt, aber er hat die Rechnung … natürlich … ohne Teufel gemacht.

Wie man einen Teenager beeindruckt

Ich bin in einem Alter angelangt, wo es zunehmend schwerer wird, in den Augen der Teenager-Tochter “cool” zu sein. Meistens bin ich ihr eher peinlich oder habe keinen “Swag”. Ich kann mit ihrer Jugendsprache nicht immer mithalten, finde ihren Musikgeschmack und ihre Hobbies zum Teil befremdlich und heute hat sie mir, und das muss man sich mal vorstellen, auf meine Frage, ob sie sich einen Badeanzug für den Schwimmbadbesuch mit ihrer Freundin eingepackt hat, geantwortet: “Mama! Den hab ich drunter!” Ich hab entsetzt zurückgefragt: “Drunter?!? Den zieht man normalerweise erst in der Umkleide an!” Sie schaute mich daraufhin mit einem mitleidigen Hast-du-ein-Rad-ab-Blick an und sagte pikiert: “Nein?!? Den zieht man normalerweise drunter?!?” Aber was weiß ich schon. Früher haben wir auch noch Badekappen getragen.

Was bin ich jedes Mal froh, wenn ich andere Teenager-Eltern treffe. Wir bemitleiden uns dann immer gegenseitig und klopfen uns aufmunternd auf die Schultern.

Heute jedoch war ein Ausnahmetag, an dem sie mich zur Abwechslung mal nicht total un-swag fand.

Was ist passiert? Um das zu erklären, muss ich ein paar Jahre zurück gehen. 1999 erschien ein Computerspiel namens “Outcast”; ein Action-Adventure in dem man die Rolle eines US-Navy-Commanders übernimmt, der im Rahmen eines Experiments der amerikanischen Regierung auf einen fremden Planeten reist. Dort trifft er auch auf die Bewohner. Mein damaliger Freund war ein großer Fan dieses Spiels und hat sich 2002 mit einigen anderen Spielern zusammengetan und im Rahmen eines Fan-Projekts die eigens für das Spiel erfundene Sprache weiterentwickelt, die bis dato nur aus 150 Wörtern bestand. Ich habe einen Teil der Grafiken für die Internetseite erstellt.
Die Jungs haben in akribischer Kleinstarbeit sogar die komplette Grammatik erfunden. Deklinationen, Steigerungsformen, alles schlüssig und ohne Widersprüche.
Irgendwann berichteten sogar Computerzeitschriften von dem Projekt.
Heute bin ich auf den Wikipedia-Eintrag des Spiels gestoßen und hab mich sehr gefreut, dass das Fan-Projekt immerhin so viel Eindruck hinterlassen hat, um dort erwähnt zu werden.

Lange Rede, kurzer Sinn – das alles hab ich meiner Tochter erzählt. Und was sagte sie dazu?

“Saucool, Mama!”

Das ist für sie quasi ein Gefühlsausbruch und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich ein bisschen im Swag bei ihr gestiegen bin.

Zumindest, bis ich sie wieder daran erinnern muss, mit dem Hund rauszugehen :-p

Sonntagslektüre | KW 15

Schon wieder Sonntag. Zeit für die Sonntagslektüre. Viel Spaß beim Lesen/Nachmachen/Anschauen :)

 

VIDEO-WORKSHOP
DIY-Bokehfilter

Steht auf meiner To-Do-Liste, muss dringend ausprobiert werden!


Wenn es Facebook schon Anfang der 2000er gegeben hätte
So oder so ähnlich hätten dann wohl die Timelines ausgesehen.

 

VIDEO
Eine Drohne hütet Schafe
Das nenn ich mal fortschrittlich.


Horrorfilme minimalistisch
Erkennt Ihr sie alle?

 

REZEPT
Gänseblümchen-Sirup
Man kann sie nicht nur naschen und zu Salat verarbeiten, sondern auch noch Sirup draus machen. Das ist doch mal was :)

 

FILMTIPP
Lachsfischen im Jemen
Ein weiterer Film mit Ewan McGregor, der auch schon in “Die Insel” mitspielte. Wenn der Film nicht so gute Kritiken gehabt hätte, hätte ich ihn mir nie angesehen, weil der Titel mich jetzt nicht so furchtbar neugierig  gemacht hat. Aber dahinter verbirgt sich eine wunderbare, kurzweilige Romantik-Komödie mit herrlichem Humor. Däumchen hoch. Angucken!

Bruderliebe

Wenn der Kleine irgendwann der Große ist, wenn er sich für seinen kleinen Bruder verantwortlich fühlt und sich um ihn kümmert und wenn für den Kleinen der Große der Größte ist, dann ist das Bruderliebe.