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Ausflugstipp: Geierlay-Hängebrücke in Mörsfeld

Eine neue Attraktion hat eröffnet
Entlang des Saar-Hunsrück-Steigs und über dem Mörsdorfer Bachtal erstreckt sich mit 360 Metern Länge die längste Hängeseilbrücke Deutschlands.
Zum Eröffnungswochenende am 3. und 4. Oktober haben wir es leider nicht geschafft, in Anbetracht der heutigen Parkplatzsituation (keine Ferien, unter der Woche) waren wir dann aber froh, “nur” an einem normalen Tag wie heute gekommen zu sein.

Die Parkplatzsituation ist angespannt, die Nerven der Anwohner anscheinend auch
Es war kaum möglich, einen Parkplatz zu bekommen und wir waren kurz davor, uns ein anderes Ausflugsziel in der Nähe zu suchen oder sogar wieder abzureisen. Es gibt einen großen, restlos überfüllten Parkplatz am Besucherzentrum, der restliche Ort scheint sich mit Händen und Füßen gegen die anrollenden Blechlawinen wehren zu wollen: überall Parkverbotsschilder, Absperrseile, Warnschilder, Abschlepp-Hinweise. Nach langer Suche hatten wir Glück und haben einen der begehrten Parkplätze am Besucherzentrum ergattern können.
Von dort ist auch eine Abfahrt ausgeschildert, damit sich der Verkehr an dem schmalen Zufahrtsweg zum Parkplatz nicht staut. Die Anwohner scheinen auf diesen ganzen Besucheransturm allerdings gar keine Lust zu haben. Der Abfahrtsweg wurde blockiert, sodass wir durch die Einfahrt zurück mussten, was wiederum für einen großen Rückstau gesorgt hat.

Parkplatzgebühren überschaubar, kostenlose Toiletten im Besucherzentrum
Der Preis für den Parkplatz war dann allerdings erfreulich: 2,00 € für den ganzen Tag. Wir hätten auch viel mehr ausgegeben, wenn wir dort keinen Parkplatz bekommen hätten, allerdings gibt es keine weiteren Möglichkeiten zum Parken, oder wir haben diese schlicht und einfach nicht gefunden. Im Besucherzentrum stehen kostenlose Toiletten zur Verfügung, außerdem sind eine kleine Gaststätte und ein Imbiss angeschlossen.
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Der Weg, den wir gewählt haben – wir sind einfach den Leuten hinterhergelaufen – führt über Feldwege und ist sehr gut ausgeschildert. Nach etwa 2 km waren wir am Ziel.
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Dort hat sich uns ein fantastischer Ausblick geboten. Von der Mörsdorfer Seite sind wir über die Brücke nach Sosberg gelaufen und wieder zurück. Ich habe auf die Uhr geschaut, für eine Strecke haben wir etwa 10 Minuten gebraucht! Mit gelegentlichem Stehenbleiben zum Landschaft genießen und Fotografieren versteht sich.


Für den Rückweg hat sich der Sohn eine andere Route gewünscht und da die Strecke von der Brücke zurück zum Besucherzentrum etwa genauso weit war, war dies auch völlig in Ordnung. Wie sich herausgestellt hat, war das die weitaus schönere Tour. Wir liefen ein Teil des Saar-Hunsrück-Steiges mitten durch den Wald und waren so auch nicht so sehr dem eisigen Wind an diesem Tag ausgesetzt.

Fazit: Sehenswert aber noch nicht zu Ende gedacht.
Wir hätten uns noch ein paar Sitzgelegenheiten auf der Strecke gewünscht und die Anlaufpunkte an beiden Seiten der Brücke schreien geradezu nach einem Imbiss. Die Leute halten sich dort recht lang auf. (Am Felsenmeer gibt es zum Beispiel solch ein Imbiss-Häuschen und der Ansturm darauf ist enorm.) Postkarten gab es im Besucherzentrum leider auch nicht, allerdings muss man der Attraktion zugute halten, dass es sie erst seit knappen 2 Wochen gibt. Vielleicht kommen wir nächstes Jahr nochmal wieder und schauen, wie es sich dort entwickelt hat.

Märchenhafter Soonwald und Erinnerungen an einen Sommer

Ein Spaziergang im Soonwald ist immer wieder eine feine Sache. Also habe ich die Kamera eingepackt und wir sind los. Der Sohn hat uns heute wieder ermahnt, leise zu sein, damit er die Tiere hören kann und ist ganz bedächtig den Weg entlang gegangen.

Und er hat recht, der kleine Mann. Man kann eine ganze Menge hören, in so einem Wald. Das Rauschen der Blätter, Vogelgezwitscher, knackende Zweige (huh, gruselig!), Frösche, die quaken, zirpende Grillen und noch vieles mehr.

Als Kind habe ich es geliebt, mich im Sommer auf die Wiese zu legen und die Augen zu schließen. Dann gab es nur noch die Luft, die so toll nach Gras, Blumen, dem Seewasser und dem Mittagessen, das meine Eltern gekocht haben, gerochen hat und diese wunderbaren Gartengeräusche: der ratternde Rasensprenger, das Blätterrauschen, die badenden Kinder im See, lärmende Frösche, ein entfernt laufender Rasenmäher und das Murmeln der Nachbarn. Ich bin davon immer so herrlich schläfrig geworden und mag es  auch heute noch, wenn jemand den Rasen mäht (was mein Mann gar nicht verstehen kann).

Daran musste ich denken, als mein Sohn den Zeigefinger auf die Lippen legte und geheimnisvoll in den Wald schaute.

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Die Legende der Steinhardter Erbsen

In Steinhardt bei Bad Sobernheim findet man die Steinhardter Erbsen. Eine befreundete Lehrerin hat das schon lange interessiert und nun haben wir es endlich mal geschafft, mit ihr hinzufahren und sie konnte selbst auf Suche gehen. Erstaunlicherweise sind die Felder ganz unterschiedlich bestückt, auf dem einen findet man nur vereinzelte Steine, auf dem nächsten wiederum sehr viele.

Aber auch ohne Erbsen kann man in Steinhardt wunderbar spazieren gehen!

Und die Legende? Die geht so:

Vor langer Zeit lebte ein reicher, aber hartherziger Bauer in Steinhardt. Im Frühling fuhr er hinaus auf seinen Acker, um Erbsen zu säen. Als die Arbeit fast fertig war, kam ein armer, alter Mann zu ihm, grüßte freundlich und bat höflich um so viele Erbsen, dass er und seine Familie eine Suppe davon kochen könnten. Höhnisch wies der reiche Bauer den Bettler ab. Eher sollten seine Erbsen zu Stein werden, bevor er auch nur eine Handvoll verschenken würde. Traurig wandte sich der Alte ab und ging. Fluchend säte der Bauer weiter. Sein Sack auf der Schulter wurde jedoch nicht leichter, sondern immer schwerer. Da bemerkte er mit Entsetzen, dass die Erbsen sich in runde Steine verwandelt hatten. Aber auch die Erbsen, welche er bereits gesät hatte, waren inzwischen rundliche Steine geworden. Noch heute findet man in den Äckern und Weinbergen rund um Steinhardt jene seltsamen Steingebilde, die der Volksmund Steinhardter Erbsen nennt.

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Nebelspaziergang

Irgendwie friedlich, so ein Spaziergang im Morgennebel und für mich ähnlich schön wie ein Schneespaziergang. Und auch wenn wir diesen Weg vorbei an der Wehrfritzschen Mühle und am Mühlenteich entlang ungefähr schon tausend Mal gegangen sind, werden die Bilder nicht langweilig und man entdeckt immer wieder neue Details.

Nur der Sohn ist traurig, dass der Barfußpfad jetzt geschlossen hat und er sich kein Eis mehr im Nahegarten holen kann.

Wenn sich der Morgennebel verzogen hat, sind die Tage derzeit herrlich warm und der „Goldene Oktober“ macht seinem Namen alle Ehre. Da kann man draußen noch so einiges erleben.

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Ja! Nein? Gummibärchen! Monstertruck! Waaaaah!

Wenn Kinder zu Besuch kommen, fühlt sich das immer ein bisschen wie ein Sturm an, der über einen hinwegzieht. Je mehr Kinder, desto mehr entwickelt sich der Sturm zum Orkan. Kann man so sagen. Heute hatten wir hier eine Windstärke 8. Es sind keine Schäden entstanden, aber es ist schon einiges in Bewegung geraten :)

Mit der Eisenbahn spielen! Aber jeder auf seiner Seite! Nein!!! der Tunnel soll nicht auf meine Seite! Nimm du den! Einfahrt in den feindlichen Bereich! Oh weh! Eisenbahnschienen auseinanderbauen, zwei Runden draus machen. Gummibärchen essen! Boaah guck mal, ich hab die Brezel mit dem Monstertruck plattgefahren!! Coooool! Mit dem Bobbycar über den Flur und gegen die Wand fahren. Aua, die hat doch schon ein Loch! Hupen. Huuuupen. HUPEN!!! Dann … Langeweile. (Das Auge sozusagen.) Mir ist langweilig! Mir auch! Wollen wir malen? Jaaaaa! Und dann: Wasser, Farbe, überall. Hände, Kleider, Boden, Gesicht. Aber schön sind sie geworden, die Herbstbäume. Mit 5 Sonnen! Dann wird der Kleinste müde. Versucht, mit seinem Geschrei, das der Großen zu übertrumpfen. Mir ist schon ganz schwindelig. Die Bäume sind fertig. Ich auch.

Aber ganz ehrlich, Leute, so ein Sturm ist mir tausendmal lieber, als eine totale Flaute. War wieder supi, Jungs! Bis zum nächsten Mal!

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Alltagsschönheit II

Bei einem Spaziergang, den man jeden Tag macht und bei dem man jeden Tag die selbe Strecke läuft, kann man jedes Mal neue Dinge entdecken. Die Natur hält immer wieder Überraschungen bereit und es lohnt sich, auch mal einen Blick zurück zu werfen, denn dabei entstehen ganz neue Blickwinkel und oft ist Alltägliches ein Foto wert.